Silberner Wiener Philharmoniker: die Geschichte der meistverkauften Silbermünze
Der goldene Wiener Philharmoniker gehört zu den bekanntesten Anlagemünzen der Welt – seine silberne Schwester steht ihm im Ruf aber in nichts nach. Der silberne Wiener Philharmoniker zählt seit Jahren zu den meistverkauften Anlage-Silbermünzen der Welt. In diesem Artikel stellen wir seine Geschichte, sein Motiv und die Gründe für seine Beliebtheit vor.
Von der Goldmünze zur Silberversion: das Jahr 2008
Den goldenen Wiener Philharmoniker prägt die Münze Österreich bereits seit 1989. Die Silberversion kam fast zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2008, mit einem Nennwert von 1,50 Euro auf den Markt. Obwohl sie jünger ist, hat sie sich schnell eine eigene starke Position bei Silberanlegern erarbeitet.
Das Motiv: der Goldene Saal des Wiener Musikvereins
Eine Seite der Münze zeigt die Orgel aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins – des Konzertsaals, in dem traditionell die Wiener Philharmoniker spielen, nach denen die Münze benannt ist. Die andere Seite zeigt eine Gruppe von Orchesterinstrumenten: Harfe, Geige, Cello, Fagott und das charakteristische Wiener Horn. Das Motiv ist bei der Gold- und der Silberversion identisch.
Eine der meistverkauften Silbermünzen der Welt
Allein in den ersten fünf Jahren nach der Einführung (2008–2012) wurden über 5 Millionen Stück des silbernen Wiener Philharmonikers verkauft. Bis heute gehört er zu den beliebtesten Silbermünzen in Europa.
Technische Parameter
Der silberne Wiener Philharmoniker wird aus 1 Feinunze Silber mit einem Feingehalt von 999/1000 Ag geprägt. Während die Goldversion einen Feingehalt von 999,9/1000 Au hat, liegt die Silberversion bei 999/1000 Ag – das ist bei Anlagesilber ein üblicher Standard.
Im Vergleich mit anderen Anlage-Silbermünzen
Der silberne Wiener Philharmoniker konkurriert mit anderen beliebten Silbermünzen wie American Eagle, Maple Leaf oder Krugerrand – einen Vergleich finden Sie im Artikel Silbermünzen: American Eagle, Maple Leaf, Krugerrand. Wann sich eine Anlage in Silber lohnt und worauf Sie achten sollten, beschreibt der Artikel Anlagesilber: wann es sich lohnt.
Häufige Fragen
Warum hat die Silberversion einen niedrigeren Feingehalt als die Goldversion?
Das ist bei Anlagesilber über alle Prägeanstalten hinweg üblich – 999/1000 ist ein gängiger Standard für Silber-Bullion-Münzen, bei Gold ist 999,9/1000 üblich.
Ist der silberne Wiener Philharmoniker wie der goldene von der Mehrwertsteuer befreit?
Nein. Anlagesilber ist im Gegensatz zu Anlagegold nicht von der Mehrwertsteuer befreit.
Ändert sich das Motiv jedes Jahr?
Nein, das Motiv mit dem Goldenen Saal und den Musikinstrumenten bleibt Jahr für Jahr gleich, nur die Jahreszahl ändert sich.
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Über den Autor
Adolf Baumann, Analyst bei der Baumann Group a.s. (GOLDU), beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Edelmetallen. Er hat an den Märkten Euphorie, Crashs und Panik erlebt – und es macht ihm immer noch Spaß. Er erklärt verständlich, was den Gold- und Silberpreis bewegt und wie man mit Edelmetallen ohne unnötige Fehler umgeht. Seine Schwäche? Er will keinen Anzug tragen.



